Segeln an der Ostküste von Neuseeland und in den Inselparadiesen Tonga, Fiji, Vanuatu und Neu-Kaledonien
Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit unserer „Kiwi Kiwi“ im Südpazifik unterwegs sein. Nirgendwo anders auf der Welt - außer vielleicht in der Karibik - kann man so ein paradiesisches Segelrevier entdecken wie auf den Inselparadiesen im südlichen Pazifik. Kokospalmen auf weißen Sandstränden, tropischer Regenwald an herrlichen Ankerbuchten, gleichmäßige Passatwinde über kristallklarem Wasser, Schnorchelparadiese in warmen Badebuchten.
Januar – April: Neuseeland
Wir sind seit Anfang November wieder in unserer Wahlheimat Neuseeland und verbringen hier unsere 3. Zyklon-Saison. Auf dem Törnplan steht die geschützte Ostküste von Neuseelands Nordinsel, speziell die Inseln im Hauraki-Golf bei Auckland, wie Waiheke Island, Great Barrier Island, Kawau Island, Rangitoto Island und die berühmte Coromandel Halbinsel. Nach einem hoffentlich kurzen Werftaufenthalt in Dockland 5, Whangarei, geht es dann Richtung Norden mit Zwischenstopps in den malerischen Buchten von Tutukaka, Whangaruru und Whangamumu um das Cape Brett (Hole in the rock) in die wunderschöne Bay of Islands mit ihren unzähligen, sagenhaften Ankerplätzen. Bis zum North Cape findet man noch viele weitere geschützte Buchten mit malerischer Umgebung, wie Whangaroa Bay, Doubtless Bay und Manganui Harbour. In Opua, Bay of Islands, werden wir dann ab Anfang April auf ein Wetterfenster warten für den Törn nach Tonga. Unterwegs liegen bei 23 Grad 37 S, 178 Grad 55 West, die legendären Minerva Riffe, Korallen-Atolle mitten im Südpazifik, umgeben von ca. 3.000 m Wassertiefe, in dem man sehr geschützt auf 5 – 15 m Tiefe im ruhigen Wasser ankern kann. Das Saumriff, jeweils durch eine schmale Einfahrt unterbrochen, fällt nur bei Niedrigwasser trocken. Ringsherum toben die Brandungswellen des Pazifischen Ozeans. Dort zu ankern ist immer wieder faszinierend und schon wegen des kristallklaren Wassers und der vielen Lobster und bunten Rifffische ein Muß.
Mai – Juni: Tonga
Die Einklarierung ist in Nuko’alofa, der Hauptstadt Tongas, auf der Hauptinsel Tongatapu, im Süden des Königsreiches, geplant. Dieser Ort ist für Mitsegler gut mit dem Flugzeug von Europa aus über Los Angeles und den internationalen Flugplatz Nuko’alofa zu erreichen. Schon hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten (siehe Reisebericht vom vergangenen Jahr) und wunderschöne Ankerplätze. Danach segeln wir in Richtung Norden in die abgelegenen Ankerplätze der Korallen- und Vulkaninseln der Ha`apai Gruppe. Kilometerlange einsame Sandstrände, Palmen, Kokosnüsse und unverfälschte Inselbewohner am Rande der Zivilisation, wie man sie nur noch selten antrifft. Einfach Südsee pur! Etwas weiter im Norden erwartet uns die einzigartige Vava’u-Gruppe mit dem berühmten, geschützten Ankerplatz Port of Refuge der schönen Stadt Neiafu. Die Vava’u-Gruppe wird nicht umsonst von vielen Südsee-Kennern als eines der schönsten Segelreviere unseres Planeten bezeichnet. Der Törn von Nuko’alofa bis Neiafu wird ca. 3 – 4 Wochen dauern und ist Ideal für Mitsegler geeignet, die Tonga in seiner ganzen Schönheit erleben wollen. Von Neiafu ist Nuko’alofa mit dem nationalen Inselhüpfer bzw. mit Fähren mehrmals wöchentlich zu erreichen für einen evtl. Heimflug bzw. Weiterflug in andere Reviere. Zeitlich können wir uns ganz auf unsere Mitsegler einstellen. Wir werden einige Tage die Vava’u-Gruppe erkunden und dann Richtung Fiji aufbrechen. Die Überfahrt nach Fiji beträgt ca. 500 sm in meist günstigen Passatwinden und ruhiger See und wird ca. 4 – 5 Tage dauern. Hierbei ist das gefürchtete Riffrevier der Lau-Gruppe von Fiji zu durchqueren, wo man leider nicht einklarieren darf.
Juli – September: Fiji
In Fiji steuern wir zuerst Savu Savu auf der zweitgrößten Insel Vanua Levu an. Der Unterschied zwischen beiden Inselstaaten ist gewaltig. Man fühlt sich vom Rand der Zivilisation in die Moderne versetzt, was Einkaufsmöglichkeiten und Weltoffenheit betrifft. Trotzdem ist Vanua Levu und der gesamte Nordosten des Landes als das ursprüngliche Fiji zu bezeichnen. Hier lebt man in der Abgeschiedenheit des tropischen Regenwaldes und auf den äußeren Inseln noch wie man sich das vergessene Paradies vorstellt. Wir kennen viele abgelegene Plätze und haben dort enge Kontakte zur einheimischen Bevölkerung. Hier werden auch unsere Mitsegler willkommen sein. Wer nicht nur die Urlaubszentren von Fiji kennen lernen möchte, sollte zu uns nach Savu Savu kommen. Der Ort wird mehrmals täglich von Nadi, dem Internationalen Flugplatz von Fiji, angeflogen und ist auch mit der Fähre von Vitu Levu aus zu erreichen. Wir werden von dort aus auch Rabi Island und die fernen Ringgold Islands mit dem Ngelelevu Atoll anlaufen. Danach geht es über Matagi, Taveuni, Koro und Ovalau nach Suva auf die Hauptinsel Vitu Levu, dem so genannten Mainland. Eine andere Möglichkeit ist die nördliche Umsegelung von Vavua Levu, eine Gegend, die sehr selten von Yachten aufgesucht wird. Entsprechend unverfälschter ist hier noch die ländliche Bevölkerung. Diese Strecke ist Abenteuer pur durch Fijis am schwersten zu befahrenes Riffrevier. Suva ist eine der großen Metropolen der Südsee mit einem eigenen Flair, einem schönen Markt und dem berühmten Suva-Yachtclub. Von dort geht es über die Bega-Lagune nach Liguri-Harbour zur wunderschönen Robinson-Crusoe-Insel. Dort erwartet uns die beste Danceshow in Fiji mit den berühmten Feuer-Tänzern vom Robinson-Crusoe-Island-Resort. Außerdem offerieren hier Nadine und Tommy vom Diveshop ABOARD-A-DREAM Nautilus Dive (Fiji) Ltd. eine der schönsten Tauchspots in Fiji. Speziell am Tauchspot „Sharks-World“ werden Weißspitzenriffhaie bei jedem Tauchgang garantiert. Von Liguri aus soll es dann in die Lau-Gruppe gehen, wofür aber ein spezielles Permit gebraucht wird, zu dessen Beschaffung uns Tommys Kontakte dorthin hilfreich sein werden. Weiterhin werden wir in Fiji die Inseln der Mamanuca-Gruppe und die Yasawas mit der weltberühmten Blue-Lagune besuchen, vielen bekannt von dem gleichnamigen Film. Fiji ist von Europa aus über Los Angeles mit Direktflug nach Nadi, dem internationalen Flugplatz von Fiji auf Vitu Levu, zu erreichen bzw. derzeitig sehr preiswert mit Korean Airlines in anderer Richtung. Von hier aus erreicht man alle Inseln Fijis per Inselhüpfer oder Fähren und Nadi ist auch das Drehkreuz für alle Inselstaaten im Südpazifik.
Oktober: Vanuatu und Neukaledonien
Später in der Saison soll die Reise dann über Vanuatu nach Neu-Kaledonien zur Hauptstadt Noumea gehen. In Vanuatu könnte man allein eine ganze Saison verbringen. Wir werden aber in diesem Jahr nur die Insel Tanna mit seinem berühmten begehbaren, aktiven Vulkan anlaufen und den Hauptort Port Vila auf der Insel Efate. In Noumea, Neukaledonien, macht „Kiwi Kiwi“ voraussichtlich einige Zeit Pause, da der Skipper evtl. nicht an Bord ist. Während dieser Zeit ist es erfahrenen Seglern trotzdem möglich, mit Doris zu den schönsten Ankerplätzen und Inseln des Landes zu segeln.
Weitere Pläne
Mitte bis Ende November wird Alwin wieder an Bord sein. Wo wir die nächste Zyklonsaison verbringen werden, wird sich erst im Laufe der Zeit ergeben. Vielleicht gehen wir nach Australien oder in den Norden nach Kiribati oder den Marshall Inseln. Oder es folgt ein weiteres Jahr in Neuseeland.
Allgemeines
Dieser Törnplan ist für uns und auch für evt. Mitsegler ein grober Zeitplan und kann jederzeit den Wünschen unserer Mitsegler angepasst werden.
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